Wenn wir auf 2025 zurückblicken, tun wir das nicht mit dem Anspruch, dieses Jahr abschließend zu bewerten oder festzuschreiben, wie es „war“. Zu deutlich ist für uns geworden, dass Entwicklung kein abgeschlossener Zustand ist. Menschen, Organisationen, Städte, Gemeinschaften – all das ist in Bewegung. Auch be yogi begreift sich nicht als fertiges Konzept, sondern als etwas, das sich entwickelt, klärt und weiter formt.
Vor diesem Hintergrund fühlt sich ein klassischer Jahresrückblick für uns nicht stimmig an. Kein Fazit, kein Punkt am Ende. Was wir teilen möchten, ist Dankbarkeit: für Schritte, die möglich wurden, für Entscheidungen, die getragen haben, für Menschen, die geblieben sind, und für Erfahrungen, die unseren Aha-Weg vertieft haben.
2025 war kein lautes Jahr. Es war ein Jahr der Verankerung.
Wissen, Verantwortung und Haltung
Der Beginn des Jahres 2025 stand unter einem klaren Zeichen: Das A von A+O im Yoga ist Anatomie. Mit diesem Bekenntnis haben wir im Januar sichtbar gemacht, was uns seit jeher wichtig ist: Yoga braucht Herz, Erfahrung und Präsenz – aber auch fundiertes Wissen. Anatomie ist für uns kein theoretischer Zusatz, sondern Ausdruck von Verantwortung. Dass dieser Gedanke sehr persönlich mit Nick verbunden ist, hat den Auftakt des Jahres geprägt.
2025 findet neue Räume und Kontexte
Im Februar 2025 öffnete sich ein ganz anderer Erfahrungsraum: das Planetarium Karlsruhe. Aus einer Idee wurde eine Kooperation, aus einer Kooperation eine neue Form von Praxis. Yoga unter dem Sternenhimmel hat gezeigt, dass sich Yoga nicht nur an neue Orte verlagern lässt, sondern dort auch eine andere Qualität entfaltet. Die große Resonanz und die ausgebuchten Termine über Wochen hinweg waren für uns weniger ein Erfolgssignal als eine Bestätigung: Menschen suchen Räume, die Weite, Stille und Staunen ermöglichen.
Diese Offenheit für neue Kontexte begleitete uns weiter durchs Jahr.
Ausbildung als gemeinsamer Prozess
Im März 2025 starteten acht neue Yoga-Lehrerinnen in die vierte Runde unserer 200-Stunden-Hatha- und Vinyasa-Ausbildung, international zertifiziert von der Yoga Alliance. Ausbildung ist für uns kein isolierter Abschnitt, sondern ein gemeinsamer Weg. Es geht nicht nur um Stunden, Module oder Zertifikate, sondern um Reifung, Selbstverantwortung und das Wachsen in eine berufliche Rolle hinein.
Im April wurde diese soziale Dimension noch deutlicher. Yoga ist sozial – nicht nur in seiner Wirkung, sondern auch in seiner Weitergabe. Mit Anna als Mentorin wurde sichtbar, wie wichtig Begleitung, Erfahrungsaustausch und Verlässlichkeit sind. Mentoring bedeutet für uns nicht Anleitung von oben, sondern Präsenz auf Augenhöhe.
Yoga im größeren Zusammenhang
Der Mai 2025 führte den Blick über das eigene Feld hinaus. Mit Yoga für die Artenvielfalt in Kooperation mit dem WWF konnte verdeutlichen, dass Yoga nicht an der Matte endet. Praxis steht immer in Beziehung zu dem, was uns umgibt – ökologisch, gesellschaftlich, kulturell. Diese Verbindung ernst zu nehmen, ohne sie zu instrumentalisieren, war uns wichtig.
Im Juni entstanden zwei weitere Ankerpunkte: das monatliche Mantra-Singen und unsere Grünpatenschaft. Beides sind stille Formate, ohne Leistungsanspruch, ohne Ziel. Rituale, die verbinden. Entscheidungen, die langfristig wirken dürfen.
Neue Formen von Praxis und Struktur
Im Juli 2025 haben wir mit dem 1-2-3-Ticket unsere Yoga-Kurse neu gedacht. Nicht als Sparmodell, sondern als Einladung zu mehr Flexibilität und Verbindung. Yoga sollte sich dem Leben anpassen dürfen – nicht umgekehrt.
Der August brachte eine Bestätigung auf struktureller Ebene: be yogi wurde geprüft, die hohe Qualität nach AZAV-Standard wurde bestätigt. Diese Rückmeldung war uns wichtig, weil sie zeigt, dass Tiefe und Struktur sich nicht ausschließen. Qualität zeigt sich nicht nur im Erleben, sondern auch in der Organisation dahinter.
2025 stellen wir die Weichen für die Zukunft
Im September wurden zwei Entscheidungen wirksam, die weit über 2025 hinausreichen. Unser Fortbildungskonzept ZUM GLÜCK Coaching wurde beim BDVT vorgestellt und später zertifiziert. Damit wurde ein Ansatz sichtbar, der Coaching, Bewusstseinsarbeit und berufliche Entwicklung verbindet – ohne schnelle Lösungen zu versprechen.
Gleichzeitig unterschrieben wir den Mietvertrag im Ahaweg. Mit dem be yogi Campus & Retreat ist ein zweiter Standort entstanden, der Raum für Ausbildung, Vertiefung, Rückzug und gemeinsames Lernen bietet. Nicht als Expansion um der Größe willen, sondern als Konsequenz aus dem, was gewachsen ist.
Im Oktober 2025 präsentierten wir unser neues Leadtrainer-Team für die Ausbildung. Viele Teacher sind seit den ersten Schritten von be yogi dabei geblieben, andere sind neu dazugekommen. Steph bleibt weiterhin assoziiert. Kontinuität und Öffnung gehören für uns zusammen.
Parallel waren wir auf der Offerta präsent und konnten Yoga in einen öffentlichen, vielfältigen Kontext tragen.
Im November begannen die ersten Kurse im Ahaweg. Räume wurden belebt, Erfahrungen gesammelt, Prozesse verfeinert.
Ein Zwischenschritt: Social Yoga
Im Dezember meldeten wir Social Yoga als Marke an – als Praxis verkörperter Wahrnehmung im gemeinsamen Raum. Dieser Schritt war kein Abschluss, sondern eine bewusste Benennung dessen, was sich über Jahre gezeigt hat.
Dankbarkeit für Menschen
Was 2025 besonders getragen hat, sind die Menschen. Viele Teacher sind von Anfang an dabei geblieben – dafür sind wir dankbar. Viele neue Kund:innen sind zu uns gekommen und geblieben, weil sie das Miteinander gespürt haben. Nicht alles lässt sich planen. Beziehung schon gar nicht. Dass daraus Verlässlichkeit entsteht, ist vielleicht das größte Geschenk dieses Jahres.
Ausblick 2026: Das Jahr des Feuerpferdes
2026 steht im Zeichen des Feuerpferdes. Für uns ist das kein Programm, sondern ein Bild für Bewegung aus innerer Klarheit heraus.
Wir freuen uns auf mehr Kurse im Ahaweg und darauf, den Campus Schritt für Schritt weiter zu beleben. Der be yogi Campus Karlsruhe soll sich als Ort für Aus- und Weiterbildung weiterentwickeln – mit einem einzigartigen Angebot, das Yoga, Coaching, Achtsamkeit und berufliche Entwicklung verbindet.
Die Vorstellung von Social Yoga wird dabei eine wichtige Rolle spielen – als Praxis, die erfahrbar ist. Auch die nächste Ausbildungsrunde steht bevor. Mit neuen Menschen, vertrauten Gesichtern und einem Team, das gemeinsam trägt.
Mit dem neuen Standort eröffnen sich zudem ab dem Frühling / Sommer 2026 neue Möglichkeiten für Outdoor-Yoga im Park – Praxis unter freiem Himmel, im Wechsel der Jahreszeiten, in direkter Verbindung mit Natur und Umgebung.
Darüber hinaus arbeiten wir an einem für den Karlsruher Mittelstand optimierten Konzept für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Yoga, Achtsamkeit und berufliche Entwicklung sollen so übersetzt werden, dass sie in reale Arbeitswelten passen – pragmatisch, wirksam und verantwortungsvoll.
Was all das verbindet, ist eine Haltung: Wir bleiben in Entwicklung. Offen, lernend, verbunden. Und wir freuen uns darauf, diesen Weg weiterzugehen – Schritt für Schritt, gemeinsam.
