Am 22. Dezember hat im Ayurveda der Spätwinter begonnen. In der traditionellen ayurvedischen Zeitrechnung gibt es nämlich sechs Jahreszeiten – und diese hier markiert eine Phase des Übergangs. Das Alte klingt langsam aus, das Neue ist noch leise, aber schon da. Jetzt ist Vata erhöht, Kapha sammelt sich, und das Verdauungsfeuer (Agni) ist stabil, aber eher klein. Diese Zeit lädt nicht ein zu Diäten oder hohen Ansprüchen an uns selbst. Sie lädt ein zur Achtsamkeit, zur Wärme, zur Rückverbindung, zu langsamer Bewegung und klarer innerer Ausrichtung ohne Eile.
Ayurvedisch kochen: Kuschel-Rezepte 🍛
Im Alltag tun jetzt vor allem Wärme und Regelmäßigkeit gut. Trinke über den Tag verteilt warmes Wasser oder milde Gewürztees – das unterstützt dein Verdauungssystem, ohne es zu überfordern. Setze bei den Mahlzeiten auf gut durchgekochte, nährende Speisen wie Eintöpfe und Suppen mit Wurzelgemüse, gutem Fett und Gewürzen, die innere Hitze erzeugen (z.B. Ingwer, schwarzer Pfeffer, Zimt, Nelken, Muskatnuss und Kurkuma). Gekochtes Getreide wirkt jetzt besonders stabilisierend.
Mein Rezepttipp: Spitzkohl-Curry mit knusprigem Reis – einfach, sättigend und wohltuend.
Yoga-Special bei be yogi: Sound x Bewegung🎶
Auch im Yoga schenkt uns der Januar besondere Momente. In diesem Monat gehen Bewegung und Musik bei be yogi Hand in Hand. Gleich drei Termine laden dich ein, mit allen Sinnen zu praktizieren.
Am 10. Januar findet ein Yin & Sound Special mit Anna am be yogi Campus & Retreat statt. Zwei Wochen später, am 24. Januar, erwartet dich Ecstatic Immersion Dance mit unserer Gastlehrerin Melissa – eine Einladung, dich tanzend zu spüren und loszulassen. Am 25. Januar rundet das Mantra-Singen mit Arun diese besondere Reihe ab.
Drei verschiedene Zugänge – drei Möglichkeiten, dich mit deiner inneren Stimme zu verbinden.
Ab nach draußen: Liebevoll füttern 🐦
Mach dein Fensterbrett, deinen Balkon oder Garten zu einem Vesperplatz für Vögel. Im Winter, vor allem bei Minusgraden, freuen sich Meisen, Spatzen und Rotkehlchen über eine zuverlässige Futterquelle – und du wirst überrascht sein, wie viel Freude es macht, den kleinen Gästen zuzuschauen.
Baue eine Wasserstelle oder hänge Meisenknödel und Futtersäckchen auf. Achte dabei auf gutes, natürliches Vogelfutter. Ich kaufe mein Vogelfutter für den Balkon immer beim NABU.
Für Zuhause: Neue Ordnung 🛋️
Manchmal braucht es nicht viel, um frischen Wind ins Leben zu bringen. Räume ein Zimmer um – vielleicht dein Schlafzimmer, dein Wohnzimmer oder dein Lieblingsleseplatz. Stell Möbel an einen anderen Ort, sortiere Deko neu, hänge Bilder um oder tausche ein paar Farben aus.
Das muss auch gar kein großes Makeover werden, dass man als Vorher-Nachher-Bild posten kann. Es geht vielmehr darum, dass diese ganz praktische Veränderung der Perspektive – im wortwörtlichen Sinne – neue Ideen entstehen lassen kann.
Und wenn du Lust hast: Kombiniere das Ganze gleich mit einem gründlichen Putztag. Danach fühlt sich alles wie neu an.
Allein sein: 1 Tag – 1 Buch 📖
Plane dir einen Lesetag ein. Such dir ein Buch aus, das du schon lange lesen wolltest – und nimm dir vor, es an einem Tag zu lesen. Mach es dir mit Tee und vielleicht den letzten Weihnachtsplätzchen auf dem Sofa gemütlich. Wechsle vielleicht zwischendurch in die Badewanne oder nimm das Buch (als Hörbuch) mit auf eine Winterwanderung. Übrigens ist auch ein langer Reisetag im Zug perfekt für ein solches Vorhaben.
Ein Lesetag ist kein Rückzug, sondern ein Geschenk an dich selbst. Und falls du noch eine Inspiration suchst, haben wir hier unsere liebsten Yoga- und Ayurveda-Bücher für dich zusammengestellt.
Gemeinsam genießen: Im Kerzenschein 🕯️
Wie wäre es mit einem Dinner bei Kerzenschein? Das geht natürlich nicht nur zu zweit mit deinem Partner oder deiner Partnerin in der „romantischen Version“ sondern auch genauso gut als kleine Runde mit Freund:innen oder der Familie.
Wenn alle Lichter aus sind, außer ein paar Kerzen auf dem Tisch, entsteht eine neue, ungewohnte Atmosphäre. Vielleicht wird es ruhiger, vielleicht intensiver, vielleicht entstehen Gespräche, die sonst keinen Raum finden. Solche besonderen Abende erinnern uns daran, dass Gemeinschaft nicht laut sein muss – sondern manchmal einfach nur bewusst.
Zum Nachdenken: Visionen finden 🌠
Zum Schluss noch ein Impuls für deinen inneren Kompass: Was wünschst du dir für 2026 – und zwar wirklich? Nicht das, was man sich wünscht, weil es vernünftig klingt oder gut aussieht. Sondern das, was dich ruft. Wenn du dieser Frage gern Raum geben möchtest, dann sei herzlich eingeladen zum Visionboard Workshop mit Ulla am 6. Januar 2026. In ihrem Beitrag „Finde dein Visionboard 2026“ hat sie bereits beschrieben, was dich dort erwartet. Vielleicht ist das ein erster Schritt, um deinem inneren Bild vom neuen Jahr etwas näherzukommen.
Der Januar ist die Zeit des Aufatmens, des Vorbereitens und des Wünschens. Stell dir deine eigene Can-Do-Liste zusammen oder lass dich einfach inspirieren. Und wenn du magst: Schreib uns, was dich bewegt hat – wir freuen uns auf deine Gedanken.



