Im März ist im Ayurveda besonders das Kapha-Dosha sehr aktiv. In der kalten Jahreszeit sammelt sich Kapha im Körper an und beginnt sich durch die zunehmende Kraft der Sonne zu verflüssigen. Genau diese Qualität lässt jetzt auch die Natur erblühen. Das Kapha ist wunderbar zum Wachsen – es nährt, stabilisiert und schenkt Substanz. Doch wenn es zu viel wird, kann es sich schwer anfühlen. Frühjahrsmüdigkeit, Erkältungen oder Allergien treten vermehrt auf.
Schauen wir also, wie wir mit diesen Can-Dos für ein bisschen mehr Leichtigkeit sorgen können – und gleichzeitig auch wachsen, vielleicht sogar schon erblühen.
Ayurvedisch kochen: Leichte Frühjahrsküche 🫚
In der ayurvedischen Küche steht jetzt eine leichte, anregende Ernährung im Vordergrund. Wichtig ist es, die Verdauungskraft zu stärken und das angesammelte Kapha gehen zu lassen. Der Frühling gilt deshalb im Ayurveda als ideale Zeit für körperliche und geistige Reinigungsmaßnahmen – immer angepasst an die persönliche Konstitution. Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, findest du ausführliche Informationen in meinem Beitrag über ayurvedisches Detox.
Kulinarisch passt jetzt ein leichtes Kurkuma-Fenchel-Risotto wunderbar in diese Phase. Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen und gilt als eines der wichtigsten Gewürze in der ayurvedischen Küche. Es wirkt reinigend, stärkt das Immunsystem und unterstützt die Leber. In Kombination mit Fenchel entsteht ein Gericht, das gleichzeitig leicht und wohltuend ist. Das Rezept findest du bei Yogiveda unter „Fenchelrisotto“.
Yoga-Special bei be yogi: Wachse über dich hinaus 🌸
Auch bei be yogi gibt es im März wieder besondere Möglichkeiten zu wachsen. Noch bis zum 15. März kannst du dich für die Yoga-Ausbildung an Ostern anmelden – es gibt noch Last-Minute-Plätze. Wenn du Fragen hast, sprich einfach Anna oder Barbara an oder wende dich direkt an mich oder meine Mutter. Wir sind eigentlich fast immer in den Abendklassen um 18:00 Uhr im Studio und freuen uns über das Gespräch.
Wenn du den be yogi Campus einmal außerhalb der Ausbildung kennenlernen möchtest, dann empfehlen wir dir das „Awaken & Blossom“-Retreat mit Josefine zum Frühlingsbeginn. Der Name ist Programm: Aufwachen und Aufblühen – genau das, was diese Jahreszeit in sich trägt.
Ab nach draußen: Dem Gras beim Wachsen zusehen 🌱
Dieses Mal lade ich dich zu einem kleinen Beobachtungsritual ein. Mach jeden Tag ein Foto von deinem Garten oder von einem bestimmten Abschnitt in einem Park. Immer aus derselben Perspektive – vielleicht sogar immer zur gleichen Tageszeit.
So kannst du über die nächsten Wochen hinweg verfolgen, wie sich der Frühling langsam entfaltet. Vielleicht siehst du zuerst nur Knospen, dann zarte Blätter, später Blüten. Dieses bewusste Hinschauen schärft deinen Blick für Veränderung. Und vielleicht erkennst du dabei auch, wo in dir selbst etwas wächst – ganz leise und doch kraftvoll.
Für Zuhause: Scrunchy häkeln 🧶
Okay, nicht ganz zuhause, aber du kannst dich am be yogi Yoga-Campus wie zuhause fühlen: Wir haben am 14. März einen besonders schönen Workshop für dich vorbereitet. Unsere Freundin Petra zeigt dir, wie du dein eigenes Scrunchy häkeln kannst. Du brauchst dafür weder Vorkenntnisse noch besondere handwerkliche Fähigkeiten.
Wir treffen uns in der gemütlichen Küche im Forsthaus. Jede:r arbeitet am eigenen kleinen Kunstwerk, und doch entsteht dabei eine Verbindung in der Gruppe. Vielleicht ist genau das ein schöner Weg, etwas Neues auszuprobieren und gleichzeitig Leichtigkeit zu erleben.
Allein sein: Aber zusammen mit Kunst 🖼️
Wie wäre es mit einem Museumsbesuch – ganz bewusst allein? Geh ohne Zeitdruck, ohne Begleitung, nur in deiner eigenen Gesellschaft. Bleibe bei einem Ausstellungsstück so lange stehen, wie du möchtest, und gehe an anderen einfach vorbei.
Eine kleine Achtsamkeitsübung kannst du dir dabei mitnehmen: Wähle ein Objekt aus und betrachte es für mindestens fünf Minuten. Achte auf Details, Formen, Farben, Materialien. Spüre, welche Gedanken oder Gefühle auftauchen, ohne sie zu bewerten. Vielleicht stellst du dir auch die Frage, was dieses Objekt über seine Zeit erzählt – und was es heute in dir auslöst.
Wusstest du übrigens, dass be yogi eine Objektpatenschaft im Badischen Landesmuseum übernommen hat? Es handelt sich um eine Gewandfibel aus der Merowingerzeit, etwa aus den Jahren 500 bis 750, mit einem Lebensbaum und zwei Vögeln. Ein Symbol für Verbindung, Wachstum und zyklische Erneuerung – wie passend für diesen Monat.
Gemeinsam genießen: Geh wählen! 🗳️
Für den März 2026 möchte ich etwas ansprechen, das viele vielleicht nicht sofort als Genuss empfinden. Manche sehen es sogar als lästige Pflicht. Und doch sollte es ein Genuss sein – der Genuss der Freiheit von Meinungen und Handlungen. Am 8. März bitte ich dich ganz dringend, wählen zu gehen. Ich gebe zu: Für mich ist das kein Can-Do. Es ist ein Must-Do.
Das Zurückziehen der Sinne, das im Yoga eine wichtige Rolle spielt, bedeutet nicht, dass wir uns von der Welt abkapseln oder nur noch wahrnehmen, was angenehm ist. Es bedeutet vielmehr, unsere Energie bewusst einzusetzen – für das, was dem Gemeinwohl dient. Und genau deshalb dürfen wir es genießen, dass wir mitbestimmen können.
Zum Nachdenken: Ein Friedensmanifest 🕊️
Zum Nachdenken möchte ich in diesem Monat keinen externen Buchtipp geben, sondern einen Hinweis in eigener Sache. Es gibt unser be yogi Manifest. Unser Manifest für Freiheit und Glück für alle Wesen. Es ist Ausdruck unserer Friedensethik – und diese Haltung ist uns wichtig.
Vielleicht nimmst du dir Zeit, dich damit zu beschäftigen und dich zu fragen, wofür du selbst stehst. Gerade in einer Zeit des Wachstums und der Veränderung ist es gut zu wissen, welche Wurzeln dich tragen.
Der März schenkt uns Bewegung, Licht und neues Leben. Vielleicht nutzt du diese Energie, um Ballast loszulassen und dich neu auszurichten. Vielleicht reicht es auch, einfach aufmerksam zu sein und wahrzunehmen, wie alles langsam erblüht – draußen und in dir.



