Deine Can-Do-Liste für Oktober 2026

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Der Oktober ist für mich ein echter Übergangsmonat. Manchmal sitzen wir noch in der Sonne, manchmal merken wir morgens schon sehr deutlich, dass der Sommer vorbei ist. Die Tage werden kürzer, die Jacken dicker und ganz langsam verlagert sich das Leben wieder mehr nach drinnen.

Genau deshalb steht meine Can-Do-Liste in diesem Monat unter dem Motto „Get ready for the cozy season“. Dabei geht es mir gar nicht darum, den Sommer möglichst schnell gegen Wolldecke und Kerzenlicht einzutauschen. Ich möchte den Herbst bewusst willkommen heißen: die letzten hellen Stunden draußen nutzen, es mir zu Hause schön machen und ein paar kleine Rituale für die kommenden Monate schaffen. Vielleicht ist ja auch für dich etwas dabei, das den Übergang in die gemütlichere Jahreszeit ein bisschen schöner macht.

Ayurvedisch kochen: Kreuzkümmel zum Mitnehmen

Einen genialen Tipp habe ich vor Kurzem in einer amerikanischen Hausfrauenzeitschrift gelesen: Wenn man unterwegs ist, kann man seine Lieblingsgewürze oder Gewürzmischungen ganz einfach in einer alten Pillendose mitnehmen. Die hat eine gute Größe – sogar für Flugreisen –, schließt dicht und lässt sich beschriften, sodass man später Paprikapulver und Cayennepfeffer immer noch voneinander unterscheiden kann. Ich persönlich habe übrigens fast immer Fenchel- und Kreuzkümmelsamen dabei, wenn ich mehrere Stunden unterwegs bin.

Wenn wir gerade davon sprechen: Traditionell verwendet die indisch-ayurvedische Küche häufig Ajowan, auch Königskümmel genannt. Ich persönlich greife aber meistens auf Kreuzkümmel, also Cumin, zurück, weil ich den unkompliziert von lokalen Anbietern kaufen kann und nicht online bestellen muss. Kreuzkümmel gehört für mich immer, aber besonders im Herbst, fest zur ayurvedischen Küche. Im Ayurveda gilt er als Vata-reduzierend und kommt deshalb gerne bei Gerichten mit Hülsenfrüchten und Kohl zum Einsatz. Außerdem schätzt ihn die ayurvedische Küche als verdauungsförderndes Gewürz. Und wer nach dem Essen ein paar Kreuzkümmelsamen kaut, nutzt ganz nebenbei auch ihr kräftiges Aroma für einen frischeren Atem.

PS: Kreuzkümmel hat eine „Curry-Note“, die nicht jeder mag. Zu eher deftigen, typisch deutschen Gerichten passt „echter Kümmel“ oft besser.

Yoga-Special bei be yogi: Reinschnuppern ins Teacher Training

Natürlich ist unsere Yoga-Ausbildung in den ersten beiden Oktoberwochen wie immer ein echtes Highlight. Aber auch wenn du nicht als Auszubildende dabei bist, kannst du in das eine oder andere Special reinschnuppern: Am 3. Oktober starten wir mit „Warm Welcome“, einer Yogastunde mit Helen zum Ankommen. Am 4. Oktober unterrichtet Barbara klassisches Sivananda Hatha Yoga und am 10. Oktober kannst du den Tag mit einer entspannten Yin-Yoga-Stunde mit Barbara ausklingen lassen. Am 11. Oktober treffen wir uns zum Mantra-Abend am Campus, unter anderem mit Dani und Julia.

Und wenn es dich dann doch packt und du den Impuls bekommst, deinen Ahaweg mit uns weiterzugehen, sind wir jeden Samstagabend für dich da. Per Zoom beantworten wir alle Fragen zur nächsten 200h-Ausbildung an Ostern 2027 oder zur 300h-Weiterbildung, die bereits im November 2026 startet.

Ab nach draußen: Nach Hause zum Essen gehen

Während ich diesen Beitrag schreibe, steht meine Balkontür noch offen und die Katze liegt gemütlich in der Sonne. Sie hat recht: Wir sollten die letzten hellen Tage jetzt ausnutzen und noch möglichst viel Zeit draußen verbringen.

Hast du auch eines dieser intelligenten Küchengeräte wie Thermomix oder Airfryer, einen programmierbaren Ofen oder einen automatischen Reiskocher? Dann verwöhne dich doch einmal selbst: Deck den Tisch, stell dein Essen so ein, dass es sicher fertig garen kann, und geh noch eine kleine Runde spazieren. Gar nicht lange – zehn Minuten reichen schon.

Wenn du wieder nach Hause kommst, hast du nicht nur frische Luft geatmet und deine Nase damit optimal auf die leckeren Essensgerüche vorbereitet. Sondern es fühlt sich auch ein bisschen so an, als hättest du dich selbst zum Essen eingeladen. Du kommst nach Hause und kannst dich (fast) direkt an den gedeckten Tisch setzen.

Für Zuhause: Kürbisdeko einmal anders

Muss herbstliche Kürbisdeko eigentlich immer gruselig sein? 🎃 Ich finde nicht. Sie darf dieses Jahr auch einmal freundlich und bunt werden. Die Inspiration für diesen Tipps habe ich übrigens beim dm gefunden.

Einen Zierkürbis kannst du ganz leicht in eine kleine Vase verwandeln. Höhle ihn einfach so weit aus, dass ein Einmachglas hineinpasst. Darin findet dann ein kleiner herbstlicher Blumenstrauß seinen Platz – zum Beispiel mit Ringelblumen (die offiziellen Geburtsblumen des Monats), Hortensien, Herbstastern, Schneebeeren (gibt es sogar in Pink), Olivenzweigen und Eukalyptus für etwas Grün. Und noch ein kleiner Tipp, falls du lieber auf eine haltbarere Variante setzen magst: Es gibt auch tolle Vasen in Kürbis-Form (z.B. hier bei amazon.de).

Allein sein: Reparatur-Sonntag

Kennst du diese kleinen Dinge, die seit Wochen oder Monaten darauf warten, dass du dich endlich um sie kümmerst? Der lockere Knopf an der Jacke, der wackelnde Griff an der Schublade, die Fahrradlampe, die nicht mehr richtig hält, oder das Bild, das seit Monaten an der Wand lehnt, weil du noch keinen Haken angebracht hast? Mach daraus doch einmal einen Reparatur-Sonntag. Such dir ein paar dieser liegen gebliebenen Kleinigkeiten zusammen und kümmere dich ganz in Ruhe darum. Oder nimm dir bewusst nur die eine größere Sache vor, die du schon ewig vor dir herschiebst. Werkzeug raus, Musik an und los.

Ich finde, das passt wunderbar zum Herbst. Wir müssen nicht immer etwas Neues kaufen, um es uns zu Hause schöner zu machen. Manchmal reicht es, dem, was schon da ist, wieder ein bisschen Aufmerksamkeit zu schenken. Und nebenbei ist es erstaunlich befriedigend, wenn der Knopf endlich wieder fest sitzt, die Schublade nicht mehr wackelt und man nach Monaten sagen kann: erledigt.

Gemeinsam genießen: Plant eure Movie Season

Herbst und Winter laden dazu ein, sich einzukuscheln und All-Time-Blockbuster, unentdeckte Indie-Geheimtipps oder die ausgezeichneten Filme des Jahres anzuschauen. Plant in eurem Freundeskreis doch eine Movie Season. Zum Beispiel könnte sich alle zwei Wochen das Wohnzimmer eines anderen Menschen aus eurem Freundeskreis in euer privates Kino verwandeln. Jede:r darf einmal einen Film aussuchen und Popcorn 🍿 bereitstellen. So habt ihr für die kommenden dunkleren Monate ein kleines gemeinsames Ritual, auf das ihr euch freuen könnt.

Wenn ihr auf der Suche nach Yoga-Filmen seid, kann ich euch die riesige und wirklich umfassende Liste bei Yoga World empfehlen. Sie wächst regelmäßig weiter, sodass ihr dort immer wieder neue Inspirationen für die nächsten Filmabende findet.

Zum Nachdenken: Friedlich(er) leben

Der 2. Oktober, der Geburtstag von Mahatma Gandhi, ist seit 2007 der Internationale Tag der Gewaltlosigkeit. Ein zentraler Gedanke Gandhis war, dass sich Mittel und Ziel nicht voneinander trennen lassen. Frieden entsteht für ihn nicht dadurch, Unrecht hinzunehmen. Im Gegenteil: Mit seinem Prinzip des Satyagraha setzte er auf aktiven, aber gewaltlosen Widerstand, der an das Gewissen und die Vernunft des Gegenübers appelliert, statt es mit Gewalt zu bezwingen. Das Wort Satyagraha kommt übrigens aus dem Sanskrit und bedeutet „Festhalten an der Wahrheit“ (satya = Wahrheit, agraha = Festhalten).

Das finde ich auch für unseren Alltag spannend. Denn friedlich zu sein bedeutet nicht, immer nachzugeben und Ungerechtigkeit hinzunehmen, um Konflikten aus dem Weg zu gehen. Wir können widersprechen, Grenzen setzen und uns gegen etwas stellen, das wir für falsch halten – und trotzdem bewusst darauf achten, mit welchen Mitteln wir das tun.

Und was mache ich jetzt?

Meine Can-Do-Liste ist keine To-do-Liste. Sie möchte dich inspirieren und dich nicht mit einer weiteren Liste von Dingen in den Herbst schicken, die du unbedingt erledigen musst. Vielleicht reparierst du endlich diese eine Sache, schaust mit deinen Freunden den ersten Film oder du gehst noch einmal in der letzten warmen Abendsonne spazieren. Und vielleicht machst du gar nichts davon, sondern freust dich einfach nur darauf, dass eine neue Jahreszeit beginnt. All das ist vollkommen in Ordnung.

Der Herbst muss nicht von heute auf morgen da sein. Wir dürfen langsam hineinfinden und uns nach und nach auf die gemütlichere Zeit des Jahres einstellen. Ich wünsche dir einen wunderbar goldenen Oktober mit friedlichen Momenten und ganz viel Vorfreude auf die Cozy Season. Und ich freue mich, wenn du im November wieder bei der nächsten Can-Do-Liste dabei bist.

Mehr Inspirationen findest du zum Beispiel auch auf diesen Can-Do-Listen:

  • Deine Can-Do-Liste für Oktober 2026
  • Deine Can-Do-Liste für den September 2026
  • Deine Can-Do-Liste für den August 2026
  • Deine Can-Do-Liste für den Juli 2026

Zusatz-Tipp für die Zeitumstellung Ende des Monats

Für mich fühlt sich die Zeitumstellung immer ein bisschen wie ein kleiner Jetlag an – bei dir auch? Kein Wunder, denn unsere innere Uhr kennt keine Sommer- oder Winterzeit. Ein kleiner Trick für einen fließenderen Übergang: Verschiebe deine Schlaf- und Aufstehzeiten in den Tagen rund um die Zeitumstellung jeden Tag nur um zehn bis 15 Minuten, statt deinen Rhythmus auf einmal um eine ganze Stunde zu verändern.

Avatar von Laura Strauß

PS: Hier findest du weitere Infos unter anderem zum Gendern, deiner (gesundheitlichen) Selbstverantwortung & unserem Partnerprogramm.