Der August ist für viele von uns der Reisemonat des Jahres, und darum drehen sich meine Can-Dos diesen Monat auch alle um dieses Thema. Denn egal, ob du ans andere Ende der Welt fliegst, mit dem Auto durch Europa tourst oder mit dem Fahrrad eine Region in Deutschland erkundest: „When you travel, you not only leave your family, friends, and possessions behind, you also leave yourself behind—your home self—and a different you emerges, perhaps one that is fresher, more vulnerable, more open to new ideas and things.“ (David Farley: The Four Noble Truths of Travel)
Ayurvedisch kochen: Energy to go
Ayurvedisch betrachtet führt eine Reise oft zur Erhöhung von Vata, der energetischen Kraft der Bewegung: Wir verändern unseren Ort, halten unsere normalen Routinen nicht ein und sammeln viele neue Eindrücke.
Während du unterwegs bist, kannst du dir deswegen mit Lebensmitteln helfen, die genau dieses Dosha senken – und die man leicht transportieren kann. Getrocknete Datteln und Mandeln sind als Reise-Snack optimal. Mandeln liefern viele Vitamine und Proteine und unterstützen deine Nerven und die Verdauung. Datteln können durch ihren hohen Magnesiumgehalt Muskelkrämpfen vorbeugen und sind durch ihre natürliche Süße ein echtes Comfort Food „to go“.
Und damit wir der Überschrift gerecht werden, habe ich auch noch ein schnelles Rezept für gesunde, zuckerfreie und vegane Energy Balls für dich ausgesucht.
Yoga-Special bei be yogi: Take away
Im Urlaub vernachlässigen wir oft unsere gewohnten Routinen und verstellen so unsere innere Uhr. Vielleicht kommt dann auch noch ein Jetlag hinzu. Das ist natürlich purer Stress für unser Nervensystem, das eigentlich ein großer Fan von gewohnten Abläufen ist. Wenn du auch im Urlaub eine kleine Konstante behalten willst, kannst du deinen Lieblings-Teacher von be yogi einfach mitnehmen in deine großen Ferien.
Wir streamen alle unsere Studio-Klassen auch live. Du findest diesen Stundenplan im Eversports-Standort „be yogi Online-Yoga“. Wenn du Mitglied bei uns bist, ist auch die Online-Teilnahme für dich inklusive. Alternativ kannst du ein Einzelticket für nur 5 € kaufen. Wohin nimmst du uns mit – an den Strand, auf eine Aussichtsplattform oder auf den Campingplatz? Wir freuen uns riesig über eine Nachricht, vielleicht sogar mit Bild, an namaste@beyogi.de oder eine Insta-Story von dir.
Ab nach draußen: Steige auf einen Baum
Denn wann hast du das letzte Mal einen Baum bestiegen? Wahrscheinlich ist das schon eine Weile her. Und spätestens, wenn du auf einem Ast sitzt und deine Beine baumeln, wirst du merken: Eigentlich sollte man das doch viel häufiger machen! Einfach frei spielen – ganz unabhängig vom Alter.
Mehr dazu, wie das Leben spielt und wie viel Kraft in dieser natürlichen Energie steckt, kannst du übrigens auch in diesem sehr persönlichen Beitrag von Ulla lesen.
PS: Pass aber bitte auf dich auf.
Für Zuhause: Die perfekte Siesta
Wusstest du, dass es die Siesta schon im alten Rom gab? Daher stammt auch der Name: Die „sexta hora“ war die „sechste Stunde“ nach Sonnenaufgang, also die Mittagszeit. Siesta machen bedeutet nicht, dass man einen dreistündigen Mittagsschlaf einlegt. Es geht vor allem darum, dem Körper eine Ruhephase zu gönnen. Man sollte die Siesta also auch nicht dafür nutzen, einkaufen zu gehen oder Sport zu machen.
Plane dir doch an einem heißen Wochenende im August eine richtig gemütliche Mittagspause ein: ein kühles Getränk, ein gutes Buch oder eine Folge deines Lieblingspodcasts, ein ruhiges, schattiges Plätzchen. Und dann einfach nur noch tief einatmen, ausatmen und in deinen Sitzplatz einsinken – so friedlich, wie du in Shavasana gleitest. Es gibt gerade nichts mehr für dich zu tun.
Allein sein: Um die Ecke pilgern
Geh auf eine Pilgerreise. Nein, damit meine ich nicht, dass du drei Wochen lang wandern musst. Es gibt einen Badischen Jakobsweg, und Karlsruhe ist einer der Haltepunkte. Die fünfte Etappe der Strecke führt von Karlsruhe aus 15 Kilometer bis nach Ettlingen. Die genaue Route findest du hier.
Laufe diesen Weg allein mit dir. Vielleicht hast du Wegbegleiter dabei, aber versucht, die Strecke in Stille zu gehen – mit euren Gedanken, Gefühlen und Empfindungen. Nimm Geräusche, den Wind und die Wärme der Sonne auf der Haut und die Gerüche deiner Umgebung wahr. Und finde vielleicht zu einem tiefen Gefühl der Dankbarkeit und Verbundenheit mit allen Wesen dieser Erde.
Gemeinsam genießen: Weltenbummler-Brunch
Reisen sind wunderbar: Wir nehmen viele Eindrücke mit und lernen Neues kennen – und noch schöner ist es, wenn wir das mit unseren Freund:innen und der Familie teilen können. Verabrede dich mit deinen Lieben deswegen doch am Ende der Reisezeit zu einem „Share it“.
Jede:r geht im Urlaubsland einkaufen und bringt etwas für einen gemeinsamen Brunch oder ein Abendessen mit. Das könnten zum Beispiel Kräuter oder eine Gewürzmischung sein, Gebäck, Nudeln, Käse, Öl oder eine Teesorte. Und am Ende entsteht so ein multikultureller Genuss-Austausch.
Zum Nachdenken: Sankalpa für unterwegs
Vielleicht hast du schon einmal erlebt, dass ein:e Yoga-Lehrende:r zu Beginn der Stunde dazu eingeladen hat, ein Sankalpa zu setzen. Sankalpa ist deine innere Ausrichtung, die oft auch über längere Zeit bestehen bleibt – also weit über eine Yoga-Stunde hinaus. Möglich ist zum Beispiel so etwas wie: „Ich vertraue meiner eigenen Wahrnehmung.“ In der Stunde kannst du das dann üben, indem du deine Grenzen bewusst wahrnimmst und darauf achtest, sie nicht zu überschreiten.
Setze dir doch auch ein Sankalpa, bevor du deine nächste Reise antrittst. Wenn du nicht nur Erholung im Urlaub finden möchtest, sondern auch Freiraum für neue Gedanken und Perspektiven suchst, wäre als Intention „Ich lasse Raum für das, was kommen will“ möglich. Das nimmt den Druck, etwas erleben oder erledigen zu müssen. Es erlaubt Nichtstun genauso wie eine Idee, einen Impuls oder einen unerwarteten Aha-Moment.
Und was mache ich jetzt?
Meine Can-Do-Liste ist keine To-do-Liste. Sie möchte dich inspirieren, nicht diktieren, wie du deine Ferien verbringen sollst. Vielleicht probierst du während deines Sommerurlaubs einiges aus. Vielleicht nimmst du dir nur einen einzigen Impuls mit in deinen August. Und vielleicht hast du diesen Beitrag gerade ganz entspannt im Liegestuhl auf dem Balkon gelesen und dabei festgestellt, dass du genau dort bist, wo du sein möchtest. All das ist vollkommen in Ordnung.
Ich wünsche dir einen wunderbaren August voller unbeschwerter Wanderlust, spannender Entdeckungen und neuer Blickwinkel. Und ich freue mich, wenn du im September wieder bei der nächsten Can-Do-Liste dabei bist.




