Deine Can-Do-Liste für November 2026

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„Ach, dieser Monat trägt den Trauerflor …
Der Sturm ritt johlend durch das Land der Farben.
Die Wälder weinten. Und die Farben starben.“

So beginnt Erich Kästner sein Gedicht „Der November“. Und tatsächlich: Auf den ersten Blick ist der November ein richtiger „Totenmonat“. Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und Totensonntag erinnern uns an Menschen, die nicht mehr bei uns sind. Wir denken an die gemeinsame Zeit zurück und an die Spuren, die sie in unserem Leben hinterlassen haben.

Auch in der Natur scheint das Leben langsam zu verschwinden. Die Bäume stehen kahl, die Tage werden kürzer, der Wind wird kälter und Regen gehört inzwischen wieder zum Alltag. Das kann manchmal auch auf unsere Stimmung schlagen.

Darum kommt hier mein Gegenprogramm: sieben Can-Dos für den November, die mehr Farbe, Wärme und Licht in den Monat bringen!

Ayurvedisch kochen: Herbstlicher Tridosha-Eintopf

Eigentlich sind wir alle „Tridosha“. Und nicht nur wir, sondern alles um uns herum. Denn die fünf Elemente Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther und damit auch die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha finden sich in uns allen.

Warum sprechen wir im Ayurveda dann überhaupt von verschiedenen Typen? Weil häufig ein oder zwei Doshas stärker ausgeprägt sind. Der gelassene Beobachter zeigt vielleicht mehr Kapha, der kreative Chaot mehr Vata und Pitta-Menschen wissen sich oft gut durchzusetzen. Nur wenige Menschen haben eine annähernd gleichmäßige Verteilung aller drei Doshas und gelten damit als Tridosha-Typ. Aber das ist weder schlimm noch schlecht. Im Ayurveda geht es nicht darum, alle drei Doshas möglichst gleich stark auszuprägen, sondern die individuelle Grundkonstitution zu erhalten und ggf. ein aktuelles Ungleichgewicht wieder auszugleichen.

Und weil in einer Familie oder im Freundeskreis meist ganz unterschiedliche Dosha-Typen aufeinandertreffen, habe ich dieses Mal einen saisonalen Rezepttipp für dich, der sich wunderbar für eine vielfältige Gruppe eignet und alle Doshas und unseren Gaumen umschmeichelt: einen Tridosha-Eintopf mit Wurzelgemüse und Kohl. Das Rezept habe ich bei Ayurfood.ch gefunden.

Yoga-Special bei be yogi: Gegensätze gleichen sich aus

Der Herbst ist Vata-Zeit: windig, nass und kalt. Der ayurvedische Grundsatz „Gegensätze gleichen sich aus“ kann deshalb für deine aktuelle Yoga-Praxis zwei unterschiedliche Dinge bedeuten. Was trifft auf dich zu: Brauchst du gerade eine dynamische Yoga-Stunde, die dich aufwärmt und die äußere Kälte vertreibt? Oder möchtest du lieber in ruhigen Stunden Kraft sammeln und dich in dieser stürmischen Zeit mehr erden? In unserem Studio-Stundenplan findest du für beide Bedürfnisse die passende Klasse.

Für alle, die noch ein bisschen tiefer eintauchen wollen, habe ich außerdem zwei Special-Tipps: Freie Bewegung, Körpergefühl und die Verbindung zum Atem erlebst du bei Somatic Shake & Breathwork mit Anna am Campus & Retreat. Und wenn du dich nach mehr Struktur und einer meditativen Praxis sehnst, begleitet Barbara am ersten Advent im Studio durch 108 Sonnengrüße.

Ab nach draußen: Dein Licht in der Welt

Wenn du Kinder hast, gehört es wahrscheinlich zum Pflichtprogramm: Am 11. November feiern wir St. Martin und gehen „Laterne laufen“. Die Geschichte vom geteilten Mantel haben wir schon oft gehört. Aber ist dir eigentlich schon einmal aufgefallen, wie viele Parallelen sich darin zur Yoga-Philosophie finden?

Martin teilt seinen Mantel mit einem frierenden Bettler, ohne dafür eine Belohnung oder Anerkennung zu erwarten. Das ist Karma Yoga, das selbstlose Handeln ohne Anhaftung an das Ergebnis. In der Nacht nach dieser Begegnung erscheint ihm im Traum Jesus Christus, gekleidet in die Hälfte des Mantels, die Martin dem Bettler geschenkt hat. Darin steckt auch ein Gedanke, der uns aus der Yoga-Philosophie vertraut ist: „Tat Tvam Asi“ – „Das bist du“. Die Erkenntnis, dass wir alle miteinander verbunden sind und damit im Gegenüber nicht nur etwas von uns selbst sondern auch immer ein Stück Göttlichkeit erkennen können.

Wenn du also am Martinsfest eine Laterne anzündest, betrachte sie doch einmal als Symbol für dein inneres Licht (Jyoti), das die Dunkelheit der Unwissenheit (Avidya) vertreibt. Trage dieses Licht der Empathie und Verbundenheit hinaus in die Welt.

Für Zuhause: Hier wohnt bald dein Yoga

Okay, das interpretieren wir jetzt einfach mal ein bisschen weiter – denn es geht um unser gemeinsames zukünftiges Yoga-Zuhause. Während das Badische Landesmuseum im Schloss wegen der umfassenden Sanierungsarbeiten geschlossen ist, kannst du das Museum in der Majolika weiterhin besuchen und dort wunderschöne Keramiken aus der Geschichte der Manufaktur entdecken.

Und wenn du schon im Ahaweg 6–8 bist, wirf doch gleich einen Blick auf unser neues Studio, das wir zum Jahreswechsel beziehen werden. Bald rollst du deine Matte in der ehemaligen Ausstellungsfläche der Majolika aus. Unser neues Studio liegt im flachen Fachwerkbau mit Blick auf den Innenhof. Du kannst also schon jetzt durch die Fenster einen ersten Blick in dein zukünftiges Yoga-Zuhause werfen.

Noch ein Tipp: Am 14. November laden meine Mama und ich euch zur Umzugsfragestunde ein – einfach über Eversports gratis zum Info-Call anmelden.

Allein sein: Candlelight-Hörbuch

Es hat auch Vorteile, dass es jetzt früher dunkel wird: Man kann früher Kerzen anzünden! Wie wäre es also mit einem Hörbuchabend bei Kerzenschein?

Beim Zuhören verarbeiten wir eine Geschichte anders als beim Lesen. Weil wir keine geschriebenen Wörter vor Augen haben, achten wir stärker auf die Stimme, die Betonung, die Sprachmelodie und die Pausen. Das kann uns helfen, Emotionen wahrzunehmen und noch tiefer in eine Geschichte einzutauchen. Gleichzeitig üben wir das aktive Zuhören – eine Fähigkeit, die ich persönlich ziemlich magisch finde. Allerdings nur, wenn wir uns wirklich auf den Text einlassen. Und genau das passiert bei Hörbüchern oft seltener als bei gedruckten Büchern. Wir hören beim Autofahren, Kochen, Putzen oder Spazierengehen zu und machen nebenbei noch tausend andere Dinge.

Probier es deshalb einmal anders: Zünde eine Kerze an, mach es dir gemütlich und höre einfach nur zu. Ohne Handy, ohne Hausarbeit und ohne das Gefühl, die Zeit noch für etwas anderes nutzen zu müssen.

Gemeinsam genießen: Potluck-Party

Bei einer Potluck-Party bringen alle etwas Selbstgekochtes mit (ohne sich genau darüber abzustimmen, wer was macht) und sicherheitshalber am besten auch ein paar leere Vorratsdosen mit. So entsteht nicht nur ein buntes gemeinsames Abendessen, sondern am Ende nimmt jede:r noch die eine oder andere Portion für den nächsten Tag oder zum Einfrieren mit nach Hause.

Mein Zusatztipp: Gebt eurer Party ein Motto! Wie wäre es zum Beispiel mit einem „One-Pot-Luck“, bei dem alle ein Gericht mitbringen, das direkt im Kochtopf auf den Tisch kommt? Oder einer Curry-Party mit euren besten Rezepten für besonders nasskalte Abende? Ihr könnt auch einen „Comfort Food“-Abend veranstalten, bei dem alle ihr liebstes Wohlfühlessen mitbringen. Oder ihr verteilt verschiedene Farben untereinander und stellt gemeinsam ein Regenbogen-Buffet zusammen – ganz nach dem Motto „Eat the Rainbow“.

So bringt jede etwas Eigenes mit und am Ende entsteht etwas, das viel bunter und vielfältiger ist als ein Abendessen, das eine Person allein vorbereitet.

Zum Nachdenken: Sende dein Licht aus

Im November feiern viele Hindus eines ihrer wichtigsten Feste: Diwali, das Lichterfest. Es symbolisiert den Sieg des Lichts über die Dunkelheit, des Guten über das Böse und des Wissens über die Unwissenheit.

Vielleicht nimmst du also Diwali oder den Martinstag zum Anlass für eine kleine Lichtmeditation. Zünde eine Kerze an und richte deine Aufmerksamkeit auf Menschen, für die du Dankbarkeit empfindest. Sende ihnen in Gedanken gute Wünsche, Frieden und Liebe. Und dann weite diesen Wunsch aus: auf Menschen, die du nicht kennst, auf Menschen, mit denen du gerade Schwierigkeiten hast, und schließlich auf alle Wesen dieser Welt.

Mehr Inspirationen findest du zum Beispiel auch auf diesen Can-Do-Listen:

  • Deine Can-Do-Liste für November 2026
  • Deine Can-Do-Liste für Oktober 2026
  • Deine Can-Do-Liste für den September 2026
  • Deine Can-Do-Liste für den August 2026

Und was mache ich jetzt?

Meine Can-Do-Liste ist keine To-do-Liste. Sie möchte dich inspirieren, nicht noch mehr Aufgaben in deine ohnehin schon vollen Novembertage bringen. Vielleicht kochst du einen großen Topf Eintopf für deine Lieben. Vielleicht genießt du einen ruhigen Abend mit einem Hörbuch und Kerzenschein. Vielleicht trägst du beim Laternenlaufen ein bisschen Licht durch die Straßen oder schickst einfach einem Menschen einen liebevollen Gedanken. Und vielleicht machst du gar nichts davon, sondern genießt den November genauso, wie er gerade ist. Auch das ist vollkommen in Ordnung.

Ich wünsche dir einen wunderbaren November mit viel Wärme, bunten Begegnungen und Lichtblicken an grauen Tagen. Und ich freue mich, wenn du im Dezember wieder bei der nächsten Can-Do-Liste dabei bist.

Avatar von Laura Strauß

PS: Hier findest du weitere Infos unter anderem zum Gendern, deiner (gesundheitlichen) Selbstverantwortung & unserem Partnerprogramm.

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